Projekte und Veranstaltungen des Zentrums für Inklusiv- und Sonderpädagogik am Odilien-Institut

Der Landesschulrat für Steiermark hat am 9. September 2014 das Sonderpädagogische Zentrum am Odilien-Institut per Verordnung in ein Zentrum für Inklusiv- und Sonderpädagogik umbenannt. (Verordnung PDF)

Im Schuljahr 1984/85 wurde vom Landesschulrat für Steiermark die „integrative Betreuung sehbehinderter Kinder an Regelschulen“ als therapeutisch-funktionelle Übung eingeführt. Die ersten Gespräche mit der Schulbehörde wurden bereits im Jahr 1980 geführt. Es waren vor allem die Eltern, die sich für ihre Kinder einen Unterricht an der wohnortnahen Schule wünschten. Da aber zu der Zeit in Österreich die Integration behinderter Kinder noch kaum ein Thema war, dauerte es noch 4 Jahre bis endlich eine Projektbeschreibung eingereicht werden konnte und die Bedingungen abgesprochen wurden. Ab dem Schuljahr 1987/88 wurde dieses „Projekt“ auf alle steirischen Schulen ausgeweitet. Seit 30 Jahren führt das ZIS am Odilien-Institut in diesem Rahmen Kurse für Schüler und Schülerinnen mit Sehbehinderung oder Blindheit durch oder arbeitet an speziellen Kursen mit.

Veranstaltungen des ZIS am Odilien-Institut  (Folder – pdf)

Ziele

  • Projekttage für Jugendliche: 07.01. – 08.01.2016
  • Computer-Tipps-Tage:
    Sekundarstufe 1: 08.02.2016 – 09.02.2016
    Volksschule: 10.02. – 11.02.2016

 

Projekte des ZIS am Odilien-Institut

 

 

Ziele

  •   Förderung der Kontakte unter Gleichbetroffenen (Erfahrungsaustausch)
  •   Förderung der sozialen Kompetenz
  •   Auseinandersetzung mit der Behinderung
  •   Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstsicherheit
  •   Unterstützung bei der Entwicklung von Autonomie und Selbständigkeit
  •   Grundlegende Fertigkeiten für die Bereiche Orientierung & Mobilität, Lebenspraktische Fertigkeiten und Low Vision anzubahnen und zu entwickeln.
  •   Freizeitgestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen

 

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Bild: Lesen mit einer elektronischen Lupe

Berufsorientierungstag

Im Jänner 2010 wurden erstmals zwei Berufsorientierungstage für Schüler und Schülerinnen mit Sehschädigung im SPZ Odilien-Institut angeboten. An diesen Tagen werden die Schwerpunkte auf die eigene Person und den Beruf gelegt. Folgende Themen werden dabei bearbeitet:

  • Was sind deine/meine Stärken? Was sind unsere Stärken?
  • Was meinen andere, das ich besonders gut kann?
  • Was könnte/st du/ ich nach der Pflichtschule machen?
  • Was sind deine / meine / unsere  Träume?
  • Was ist dein / mein Traumberuf?
  • Was muss man für diesen Beruf mitbringen?
  • Welche Schulbildung ist notwendig?
  • Bin ich dafür sehr gut, gut oder weniger gut geeignet?

In Gruppenarbeiten, im Austausch mit Gästen aus der Wirtschaft, der Universität und von Einrichtungen, die Teenager und auch Erwachsene auf dem Weg zur Arbeit oder im Erwerbsleben begleiten, werden diese Fragen mit den Jugendlichen bearbeitet. Im gemeinsamen Tun sollen sich die Jugendlichen besser kennen und einschätzen lernen und realistisch ihre Möglichkeiten und Grenzen ausloten.
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Bild: 3 Hände auf einer Braillezeile - Schulung

Computer-Tage

Im Februar 2002 wurden zum ersten Mal Computer-Tage für Volksschulkinder organisiert. Inzwischen werden auch Computer-Tage für Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe 1 angeboten. Der Einsatz des Computers erleichtert den Unterricht für Schülerinnen mit Sehbehinderung oder Blindheit sehr. Die Kinder lernen den PC zunehmend besser zu bedienen. Es gibt jedoch immer wieder Kinder, die zwar einen Computer besitzen, das Schreiben auf der Tastatur und das Bedienen des Gerätes aber erst erlernen müssen. Da während des Unterrichts dafür wenig Zeit bleibt, werden die Computer-Tage organisiert. Die Kinder erwerben Kompetenzen im besseren Umgang mit dem Computer und erlernen u.a. das Einsetzen von Tastenkombinationen, um ihr Arbeitstempo zu erhöhen.

Interessant? – Computer-Tage aus dem Archiv – PDF zum Weiterlesen

Computer-Tage VS 2011
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Bild: Ein "Opa" sitzt mit einer Simulationsbrille vor einer Braillemaschine und übt die Blindenschrift

Elterntag

  • Fragen an die Augenärztin  – Fr. Dr. Margit Mikosch
  • Recht und Zuständigkeiten in Hinblick auf Beihilfen, Hilfsmittelausstattungen, … – Fr. Mag. Mariana Achhorner
  • Träume, Training, Stolpersteine auf Weg von der Kindheit in die Jugend – Einblicke in  eine Welt mit Sehbehinderung oder Blindheit…

Das sind nur einige der Themen vergangener „Elterntage“. Eltern, deren Kinder mit Sehbehinderung oder Blindheit in einer wohnortnahen Schule integriert sind, fühlen sich in ihrer speziellen Situation gelegentlich als Einzelkämpfer/innen im Rahmen der Inklusion. Der Austausch gemeinsamer, eventuell aber auch ganz unterschiedlicher Erfahrungen, weiters Informations-   und Fortbildungsangebote zu speziellen Schwerpunktthemen  bilden die Inhalte dieses Tages.

Interessant? – Elterntag aus dem Archiv – PDF zum Weiterlesen

Elterntag 2004     Elterntag 2005     Elterntag 2006     Elterntag 2008     Elterntag 2010     Elterntag 2012

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Bild: Rollstuhlschülerin mit Trainer im Kletterpark

Gemeinschaftstage Integration

Im Juni 1990 wurden zum ersten Mal Gemeinschaftstage für Schüler und Schülerinnen mit Sehbehinderung oder Blindheit angeboten. Alle Kinder, die in einer wohnortnahen Schule integrativ betreut werden, werden dazu eingeladen. Die Gemeinschaftstage werden als schulbezogene Veranstaltung während der Schulzeit angeboten. Die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen werden von den jeweiligen Schuldirektorinnen freigestellt. Diese Tage sollten den Schülern ermöglichen andere Kinder mit Sehschädigung kennenzulernen und bieten Raum für den Austausch über die jeweilige Sehschädigung und deren Problematik sowie der jeweiligen Integrationssituation. Es nehmen Kinder aller Altersgruppen teil. Wesentlich ist, dass das Programm nicht nur für alle Altersgruppen geeignet ist, sondern auch für Kinder mit Sehbehinderung oder Blindheit. Das Quartier wird sehbehinderten- und blindengerecht beschildert und markiert. Die Materialien und Spiele wurden in der Vorarbeit für die Zielgruppe adaptiert. Folgende Themen sind während dieser Tage besonders wichtig:

  •   Erwerb und Festigung lebenspraktischer Fertigkeiten: Tischdecken, Essen mit Besteck, Einschenken, Körperhygiene, selbständiges An- und Ausziehen, Vorbereiten und Wegräumen der persönlichen Kleidung, Aus- und Einpacken des eigenen Koffers, Ordnung halten
  •   Mobilitätserziehung: Orientierung in einem fremden Haus, Unterscheiden der Stockwerke, Finden des Zimmers, des Speisesaales und der Aufenthaltsräume
  •   Ein wesentlicher Aspekt sind auch die sozialen Ziele:

Da nahezu jedes Kind in einem anderen Ort wohnte und kaum Kontakt zu anderen Sehgeschädigten hat, sind die Gemeinschaftstage von großer Bedeutung. Die eigene Behinderung spielt keine so große Rolle mehr, man ist einer unter vielen. Für viele Kinder ist dies auch die erste Trennung von zu Hause, was die Selbständigkeit enorm fördert. Außerdem üben die Schüler das Kontaktaufnehmen mit unbekannten Kindern und das Rücksichtnehmen auf gleichbehinderte Personen.

Interessant? – Gemeinsschaftstage Integration aus dem Archiv – PDF zum Weiterlesen

Gemeinschaftstage Integration 2012
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Bild: Kind liest aus einem Braillebuch vor

Lesung der Bibliothek

„Lesen öffnet Fenster zur Welt“ – Mein „Lebensbuch“ Seit vielen Jahren versteht sich die Fachbibliothek und öffentliche (Schul-)Bibliothek für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit als Ort des Lesens, Hörens und Spielens. Viele Kinder und Jugendliche haben sich in diversen (internationalen) Literaturwettbewerben als Jungautor/inn/en versucht. In diesem Schuljahr wollen wir verstärkt auf das Lieblingsbuch, das Lebensbuch  einzelner Leser/innen blicken. Welches Buch hat Ihnen als Kind, als heranwachsende/r Jugendliche/r ein Fenster zur Welt geöffnet, welches Buch hat Ihre Seele berührt – so sehr berührt, dass Sie dieses Buch nicht nur ein Mal, sondern immer wieder zur Hand nahmen? Ein Buch, welches Sie eventuell gerade aus diesem Grund auch Ihren eigenen Kindern  vorlasen? Kinder, Eltern und Großeltern sind herzlich eingeladen, aus der ganz persönlichen „Hitliste“ ihrer Kinder- und Jugendliteratur vorzulesen und auf diese Weise andere Literaturinteressierte Anteil nehmen zu lassen an ihren frühen Begegnungen mit Büchern.

Interessant? – Lesungen der Bibliothek aus dem Archiv – PDF zum Weiterlesen

Lesung 2005 – Jutta Treiber & Lesenacht Lesung 2006-Tegetthoff Lesung 2007 – Im Zeichen der Eule Lesung 2008 – mit Großeltern – Sehnsucht Lesung  2008 – Lebensspuren zwischen Sehnsucht und Hoffnung Lesung 2009 Träume-Siegertext Lesung  2011- Mein schwarzes Buch der Farben
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Bild: LPf - Schüler löffelt Müsli von einem Teller ins andere Teller Bild: Low Vision - Schülerin schaut mit Kleinfernrohr - Straßenbahn im Hintergrund Bild: O&M - Nachttraining - Schüler hockt mit Langstock vor beleuchteter Bank

Veranstaltung der Elternselbsthilfe:

Mobilitätswoche mit Lebenspraktischen Fertigkeiten

Seit 1988 organisiert die Elternselbsthilfe für sehgeschädigte Kinder Steiermarks mit dem SPZ eine Mobilitätswoche für sehbehinderte und blinde Kinder. Eltern und Kinder aus allen Teilen Österreichs haben die Möglichkeit Erfahrungen auszutauschen und mit anderen Betroffenen und „Spezialisten“ Gespräche zu führen. Die Kinder erarbeiten sich während dieser Ferienwoche eine neue Umgebung und lernen sich darin sicher zu bewegen (Orientierung und Mobilität, O&M). Diese Kenntnisse werden dann auch auf andere Orte und Städte übertragen. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Woche stellt das Training in Lebenspraktischen Fertigkeiten (LPF) dar. Um den Alltag als sehgeschädigtes Kind selbstständiger bewältigen zu können, werden individuelle Schwerpunkte gesetzt. Im Einzelunterricht wird das An- und Ausziehen, das Essen, die Körperpflege, der Umgang mit Geld,….geübt.

Interessant? – O&M Woche aus dem Archiv: PDF zum Weiterlesen

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Bild: Jugendliche und Lehrerin sitzen im Kreis am Boden

Oberstufentreff

Im Schuljahr 2000/2001 wurde zum ersten Mal ein Oberstufentreff angeboten. Eingeladen sind alle Schüler und Schülerinnen Österreichs, die die Oberstufe einer höheren Schule besuchen. Im Rahmen dieses Treffens wird ihnen die Möglichkeit geboten andere Schüler mit Sehschädigung kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. Auch die Erfahrungen mit verschiedenen Computerprogrammen werden rege ausgetauscht. Außerdem lernen die Schüler Möglichkeiten der Freizeitgestaltung kennen. Je nach Aktualität wurden Referenten eingeladen. (Euro, neue Computerprogramme, Persönlichkeitsbildung, …)

Interessant? – Oberstufentreff aus dem Archiv – PDF zum Weiterlesen >Oberstufentreff 2011

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Bild: Finger auf Computerbraillezeile

Österreich Computer Camp

Für Schüler und Schülerinnen mit Sehbehinderung oder Blindheit ist es für die Mitarbeit im Unterricht mittlerweile unerlässlich, eine eigene Computerausstattung zu besitzen und ihre Anwendungsmöglichkeiten möglichst gut zu beherrschen. Darum wurde in den Sommerferien 1994 erstmals ein Computer-Camp veranstaltet. Am Österreich-Computer-Camp können Kinder aus ganz Österreich im Alter von 9-14 Jahren teilnehmen. Sie lernen in Kleingruppen den effizienten Umgang mit ihrer persönlichen PC-Anlage. Ziele:

  • Verbesserte Handhabung des eigenen Gerätes
  • Auf- und Abbauen der Gerätekonfiguration
  • Anlegen von Verzeichnissen
  • Umgang mit Daten, Texten wie abspeichern, drucken, versenden per Mail, Tastenkombinationen, ….
  • Schreiben von Makros
  • Kennenlernen verschiedener Programme für Schülerinnen mit Blindheit oder Sehbehinderung
  • Ordner-Struktur erstellen können
  • Kennenlernen verschiedener Möglichkeiten des Internets.

Interessant? – OCC aus dem Archiv: PDF zum Weiterlesen

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Bild: Kind, Mama und Papa liegen auf einer Matte am Boden, Rollstuhl im Hintergrund

Wohlfühltag

Der erste Wohlfühltag, zu Beginn als Eltern-Kind-Wochenende gestartet, fand im Frühjahr 2002 statt. Er soll den Eltern schwerst-mehrfach-behinderter Kinder die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch geben und eine angenehme Abwechslung bieten.

Interessant? – Wohlfühltag aus dem Archiv – PDF zum Weiterlesen

>Wohlfühltag 2011 >Wohlfühltag 2012

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