Nicht alle Sehschädigungen sind äußerlich wahrnehmbar (z. B. Degenerationen der Netzhaut oder der Macula, Schädigungen des Sehnervs, der Sehbahn oder des Sehzentrums). Auch das Sehverhalten eines Kindes kann bei entsprechender Beobachtung Hinweise auf eine Beeinträchtigung des Sehsinnes geben:

  • das Kind nimmt keinen oder nur selten Blickkontakt auf
  • das Kind fixiert nicht, schaut vorgehaltene Objekte nicht fest oder nur mit einem Auge an und folgt ihnen nicht mit dem Blick
  • das Kind schaut „irgendwie“ an uns vorbei, sein Blick wirkt verschlafen
  • das Kind „bohrt“ in den Augen oder reibt sich häufig die Augen
  • das Kind reagiert lichtscheu, es wendet sich von Lichtquellen ab
  • das Kind ist auch bei starkem Licht (z. B. Sonnenlicht) nicht geblendet
  • das Kind äußert den Wunsch nach mehr Licht bei eventuell sogar großer Lichtscheu
  • der Arbeitsabstand im Nahbereich (Malen, Bilderbücher) ist sehr gering
  • das Kind hält seinen Kopf häufig in einer unnatürlich erscheinenden Kopf (Zwangshaltung)
  • das Kind kneift beim Sehen die Augen zu, die Augenbrauen werden zusammengezogen
  • das Kind zeigt häufig einen „angestrengter“ Gesichtsausdruck
  • das Kind erkennt Personen erst in einem Abstand von weniger als 3 Meter

 

Quelle: Landeswohlfahrtsverband Hessen
Bearbeitung: Walter Rainwald