Man unterscheidet zwischen korrigierbaren und nicht korrigierbaren Sehbeeinträchtigungen. Die korrigierbaren – z.B. Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit – lassen sich weitgehend mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen beheben.
Nicht korrigierbare Seheinschränkungen sind meistens angeboren oder wurden durch einen Unfall verursacht und betreffen Störungen im Bereich des Sehnervs, der Netzhaut, der Linse, der Hornhaut. Diese können durch eine Brille oder Kontaktlinsen nicht behoben werden. Viele Sehbehinderte tragen dennoch eine Brille, was auf eine Kombination aus korrigierbaren und nicht korrigierbaren Sehbeeinträchtigungen schließen lässt.

Das bedeutet, dass ein sehbehinderter Schüler trotz seiner Brille oft nur geringe Sehschärfenwerte erreichen kann.
Von Sehbehinderung spricht man, wenn das Sehvermögen mit Korrektur auf dem besseren Auge maximal 1/3 verglichen mit einem Normalsichtigen beträgt. Das bedeutet: was gut sehende Menschen in 3 Metern Entfernung sehen, können Menschen mit Sehbehinderung erst in einer Entfernung von einem Meter oder wesentlich kürzerer Distanz erkennen.
Von Blindheit spricht man, wenn man trotz Korrektur und Hilfsmittel mit dem Sehsinn nicht effektiv arbeiten kann (Schreiben, Lesen, Orientieren in fremder Umgebung).